Das Leseverhalten der Deutschen

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Die Studie der Stiftung Lesen aus dem Jahr 2008 zeigt, dass die Deutschen Bücher zwar wichtig finden, aber nur jeder vierte ein- oder mehrmals die Woche seine Nase in ein Buch steckt. Aber etwa 36 Prozent der deutschsprechenden Bürger, deren Familien aus dem Ausland kamen, lesen regelmäßig. Für die Studie wurden mehr als 2500 Erwachsene und Jugendliche über den Zeitraum eines Jahres hinweg befragt und sie stellte die umfangreichste Untersuchung seit acht Jahren dar.

Viel-Leser & die Lese-Mittelschicht

Die Stiftung Lesen stellte fest, dass eine neue Lese-Mittelschicht entsteht. Deutsch sprechende Migranten bilden den Kern dieser neuen Schicht und sie belegen, dass das Vermitteln der Sprache der Kern für die Leseförderung darstellt. Die Studie stellte aber auch fest, dass die Zahl der Viel-Leser, die 50 Bücher und mehr im Jahr lesen unverändert bei drei Prozent geblieben ist, während die Zahl der Gelegenheitsleser immer mehr sinkt. Nur noch 25 Prozent lesen gelegentlich, während die Zahl der Häppchen-Leser weiter steigt. Sie lesen vor allem in Bussen und Bahnen über einen längeren Zeitraum hinweg ein Buch. Aus der Studie geht auch hervor, dass Frauen eher Bücher kaufen, Männer sich dagegen mehr für elektronische Medien entscheiden und dass knapp die Hälfte der Jugendlichen nie ein Buch geschenkt bekommen.

Fazit

Die Lesekultur in Deutschland verändert sich wie so vieles und wo Jugendliche nicht mit Büchern in Berührung kommen, werden sie auch als Erwachsene nur selten zu Gedrucktem greifen. Zwar konnten die digitalen Medien bisher nicht die klassische Lesekultur zerstören, doch das Lesen am Monitor gewinnt immer mehr Boden, obwohl hier viele beklagen, dass weniger Informationen im Gedächtnis haften bleiben. Sprachgewandtheit und ein sicheres Lesegefühl im Berufsalltag stellen sich nur mit Routine ein und der Griff zu einem guten Buch kann schon Kindern mit zehn Jahren als echter Genuss vermittelt werden, der die eigene Phantasie auf Touren bringt.

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