Was der Buchhandel beachten sollte

Was der Buchhandel beachten sollteEs lässt sich wohl kaum noch leugnen, dass das digitale Zeitalter inzwischen auch im Verlagswesen und der Literatur angekommen. Anstatt es sich mit einem Buch auf dem Ledersofa bequem zu machen, gehen die Menschen heute lieber ins Internet oder Lesen auf ihren technisch raffinierten Endgeräten.  Herkömmliche Buchhändler werden mehr und mehr durch E-Books und den Onlinehandel verdrängt. Um weiter Kunden anziehen und halten zu können müssen Buchhändler daher auf viele Punkte achten. Die Gestaltung der Verkaufsräume kann dabei eine große Rolle spielen.

Das wohl wichtigste ist, dass sich der Kunde bereits beim betreten einer Buchhandlung ganz wie Zuhause fühlt. Ein einladendes Ledersofa kann hier gute Dienste leisten. Denn das schafft augenblicklich eine heimelige Wohnzimmer-Atmosphäre. Gleiches gilt für kleine Tische und frische Blumen. Auch die Beleuchtung sollte stimmig sein. Nicht zu grell, aber auch keinesfalls zu dunkel. Dann können die interessierten Leser sich gemütlich auf das Ledersofa sinken lassen und schon einmal einen ersten Eindruck von ihrer neuen Lektüre bekommen. Natürlich sollte es auch nicht zu gemütlich werden – sonst bleibt der eine oder andere gar bis zum Ladenschluss und blockiert das Ledersofa so lange, bis er das Buch ausgelesen hat.

Dieses „Probelesen“ kann bereits dafür sorgen, dass ein Kunde sich am Ende doch für die klassische Variante aus Papier entscheidet. Und der eine oder andere kommt vielleicht ab dann öfter vorbei, um sich auf das Ledersofa zu setzten und neue literarische Welten zu entdecken.

Wer jedoch nicht ausschließlich auf ein Ledersofa und eine wohnliche Atmosphäre im Laden setzten will, sondern eben auch einen anderen Kundenkreis ansprechen möchte, der kann auch in einer klassischen Buchhandlung dem digitalen Zeitalter Einlass gewähren. Auch ein E-Book lässt sich mit dem passenden Gerät ganz bequem auf einem Ledersofa lesen. Denn, anders als einst prophezeit wurde, schließen sich digitale Bücher und solche aus Papier nicht gegenseitig aus.

Vielleicht liegt die Zukunft des Buchhandels genau in dieser Gleichzeitigkeit. Wünschenswert wäre es sicherlich, dass die Kunden in ein paar Jahren ganz nach den eigenen Vorlieben wählen können, ob sie ihre Bücher online kaufen oder erst einmal auf dem Ledersofa in der Buchhandlung hinein lesen wollen und ob diese Bücher auf Papier gedruckt wurden oder in digitaler Form vorliegen.

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